Tuesday, August 14, 2012

Elder Luschin featured in German Newspaper

Prior to leaving on his mission, a journalist from the German newspaper, Frankfurter Neue Presse, interviewed Elder Luschin. The article she wrote was recently printed:

http://www.fnp.de/ndp/region/lokales/wetterau/auf-mission-in-brasilien_rmn01.c.10038626.de.html


For all non German speakers a very short summary:  The article explains Elder Luschin's preparation for his mission, what he will be doing on his mission, and a little explanation about the church.

Auf Mission in Brasilien

Der Nidderauer Frederick Luschin von Ebengreuth wirbt zwei Jahre lang in Südamerika für die Mormonen

Ein Auslandsaufenthalt, den sich viele Jugendliche in seinem Alter wünschen, wird für Frederick Luschin von Ebengreuth Wirklichkeit. Doch der 19-jährige Windecker muss dabei hart arbeiten: Frederick missioniert die nächsten zwei Jahre in Brasilien. Es ist für ihn eine Reise ins Ungewisse.
Von Georgia Lori
Nidderau. Man sieht ihm an, dass er stolz ist, für seine Kirche zu missionieren: Frederick Luschin von Ebengreuth und seine Eltern Julie und Hanno halten in ihrem Windecker Garten mit der brasilianischen Flagge Fredericks künftige Heimat in den Händen. Foto: Georgia LoriMan sieht ihm an, dass er stolz ist, für seine Kirche zu missionieren: Frederick Luschin von Ebengreuth und seine Eltern Julie und Hanno halten in ihrem Windecker Garten mit der brasilianischen Flagge Fredericks künftige Heimat in den Händen. Foto: Georgia Lori Der junge Mann ist für seine Kirche in Santa Caterina in Brasilien unterwegs. Frederick missioniert für die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage". Ihre Anhänger, die sich selbst zum Christentum zählen, sind als Mormonen bekannt. Für männliche Mormonen ist die Missionstätigkeit Pflicht, Frauen können diesen Dienst freiwillig leisten.
Der Name Mormonen leitet sich vom Buch Mormon ab. Neben der Bibel wird dieses Buch von den Mormonen als Heilige Schrift verehrt. Das übrige Christentum erkennt diese Schrift nicht an. Die Mormonen glauben daran, dass eine Gruppe israelitischer Auswanderer etwa 500 nach Christus Amerika besiedelte. Das Buch Mormon beziehe sich auf deren Geschichte.

14 Millionen Mitglieder

Der Amerikaner Joseph Smith stieß nach eigenen Angaben auf die überlieferte Schrift und gründete 1830 die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. "Die Zahl der Mitglieder ist von einst sechs auf heute 14 Millionen gewachsen", sagt Frederick Luschin von Ebengreuth.
Er gehört der Hanauer Gemeinde der Mormonen mit ihren rund 200 Mitgliedern an. In den USA sind die Mormonen mit rund sechs Millionen Mitgliedern die drittgrößte Glaubensgemeinschaft, in Deutschland gibt es rund 38 000 Mormonen.
Zum Pressetermin erscheint Frederick Luschin von Ebengreuth im frisch gebügelten weißen Hemd, mit blauer Krawatte, Anzug und Lederschuhen. Seine Kleidung entspricht dem strengen Dresscode seiner Kirche. Diese möchte ihre Missionare gepflegt in die Welt entlassen. In Frankfurt geboren, verbrachte Frederick mit drei Brüdern und einer Schwester den größten Teil seiner Kindheit in Nidderau.
Er besuchte von 1999 bis 2003 die Kurt-Schumacher-Schule in Karben. Weitere Stationen waren das Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel, Schulen in Kiew in der Ukraine und die Mormonen-Schule in Provo in Utah. Seit einigen Tagen und noch bis Mitte September wird der 19-Jährige an der Sprachschule des Missionstrainings-Zentrums der Mormonen in Sao Paulo in Portugiesisch unterrichtet.
Im Anschluss wird der Nidderauer in Santa Caterina als einer von rund 100 Missionaren in diesem Gebiet tätig sein. "Mein Vater Hanno missionierte in England, meine Brüder Arnold in Frankreich, Christoph in Südkorea, Philipp in Russland", erzählt er. Trotz allem wird es Frederick in Brasilien nicht leicht haben: Portugiesisch, die Sprache, mit der er Menschen für seinen Glauben gewinnen möchte, ist ihm fremd. Frederick wurde mit acht Jahren getauft. Er studierte an der kircheneigenen Brigham-Young-Universität in Provo.
Auf seine Mission bereitete er sich mit intensivem Bibelstudium vor. Die Kosten für die zweijährige Missionszeit, rund 10 000 Dollar, werden von der Kirche nicht vergütet. Sie werden überwiegend von Fredericks Eltern übernommen. "Ich habe als Deutschassistent an der Uni in Provo mit zur Finanzierung beigetragen", sagt Frederick.
Dass er nach Brasilien gehen würde, wusste er bei seiner Meldung für den Missionsdienst nicht. Der Einsatzort wurde ihm von der Kirche zugewiesen. Allein ist der Deutsche in Südamerika nicht: Er wird, wie bei den Mormonen üblich, von einem Kollegen begleitet.
Mit diesem teilt er auch ein Zimmer, steht jeden Tag um 6.30 Uhr auf, studiert die Heiligen Schriften und begibt sich dann bis 21.30 Uhr zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Missionsarbeit. Dazu zählen die Ansprache von Leuten auf der Straße und Hausbesuche.

Disziplin und Gehorsam

Frederick glaubt, dass es nicht einfach werden wird. Man müsse bereit sein, alles zu geben und wirklich zu dienen. "Die Arbeit erfordert Disziplin und Gehorsam", meint er. Darüber hinaus muss er sich an strenge Regeln halten: Er darf weder rauchen, noch Alkohol, Kaffee oder Tee zu sich nehmen. Fleisch ist nur in Maßen erlaubt.
Freizeit haben die Missionare der Mormonen nur einmal die Woche für die Erledigung von Hausarbeit, Sport oder um Briefe zu schreiben. Flirts sind tabu, Telefongespräche in die Heimat nur an Weihnachten und zum Muttertag erlaubt.
Auch Freunde von Frederick Luschin von Ebengreuth sind derzeit weltweit unterwegs. So reiste Benjamin Uhlig aus Echzell nach Provo, um Griechisch zu lernen. Michael Fiedler aus Büdingen ist in der Schweiz unterwegs und Rima Avanesian aus Fulda in den USA.

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